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Patagonien ist voller wilder und ursprünglicher Landschaften. Augenblicklich fühlt man sich zurückversetzt in die Zeit, als die Region von den Europäern noch unentdeckt war – zumindest kann man es sich gut vorstellen, inmitten der naturbelassenen Landschaft.

Das Gebiet von Patagonien ist wahrscheinlich seit mindestens 11.000 Jahren besiedelt. Von der Besiedlung zeugen z.B. die Funde von Cueva del Milodon Naturreservat (Chile) oder Los Toldos (Argentinien). Bei den Ureinwohnern handelte es sich um Fischer oder Jäger verschiedener Stämme, zum Beispiel den Chonos, Yamana und weiteren. Die Geschichte der Entdeckung Patagoniens durch die Europäer beginnt mit dem portugiesischen Seefahrer Ferdinand Magellan (Fernão de Magalhães), welcher die erste europäische Expedition ans südliche Ende Südamerikas leitete. Bis heute trägt die Magellanstraße dementsprechend noch seinen Namen. Die Seefahrer entdeckten ein eisiges Paradies mit unendlichen Gletschern, riesigen Bergen und tiefblauen Seen. Sie trafen auf die Bewohner der Region: die Tehuelche Indianer, eine Gruppe der verschiedenen indigenen Stämme in Patagonien.   Der Name „Patagonien“ geht ebenfalls auf Magellan zurück. Er gab den einheimischen Tehuelche-Indianern, wahrscheinlich aufgrund ihrer großen Statur, den Namen „patagones“. Hierbei lehnte er sich an eine fiktive Gestalt, den Riesen Pathagón, aus den „Novelas de Caballería (Primaleon)“ an. Diese Novelas bildeten eine Sammlung von Rittergeschichten, die in jener Zeit große Beachtung fanden.

Auf der chilenischen Seite Patagoniens siedelte eine weitere indigene Bevölkerungsgruppe: die Mapuche. Der Name bedeutet in etwa „Menschen der Erde“. Zum Zeitpunkt der Kolonialisierung nannten die Spanier sie „Araucanos“ – ein Begriff, der von den Mapuche nicht gut angenommen wurde. Die Mapuche widersetzten sich gewaltsam den Kolonialisierungsbestrebungen der Spanier und wurden schließlich als unabhängige Nation anerkannt. Ab Mitte des 17. Jahrhunderts erweiterten die Mapuche ihren Siedlungsraum über die Südanden nach Osten. Es kam zu einer Verbindung mit den in Ostpatagonien lebenden Tehuelche, die die Reiterkultur der Mapuche und teilweise auch ihre Sprache – das Mapudungun -übernahmen. Seit der Gründung von Argentinien und Chile gab es immer wieder Streitigkeiten um die Grenzziehung in Patagonien, zusätzlich wurden ab dem 19. Jahrhundert große Besiedlungsprogramme für Patagonien beschlossen. Zahlreiche Einwanderer, v.a. europäische Einwanderer, fanden hier eine neue Heimat und brachten ihre Traditionen, Kultur etc. mit. Mit der zunehmenden Besiedlung und den damit verbunden Auseinandersetzungen und Krankheiten starben die Tehuelche-Kultur sowie viele andere indigene Stämme fast vollständig aus. Heute trägt eine Region in Chile den Namen „Araucania“: Eine Region, in der bis heute viele Nachkommen der Mapuche leben. Sie pflegen ihre Traditionen und Bräuche in Gastronomie, Handwerk, Tänzen und Festen.

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